Musikindustrie: bleibt unfehlbar trotz 20% Verkaufseinbruch

Die US-Musikindustrie hat sich entschieden geschlossen ein Stück Land direkt neben dem Vatikan zu kaufen, um ihr Unfehlbarkeitsdogma zu untermauern.

Auch die neuerlichen Verkaufseinbrüche von 20% sind nicht der Tatsache, dass wir gerade einer weltweiten Rezession entgegenblicken zuzuschreiben, da die Menschen sich gerade in solch verzweifelten Zeiten der Musik als Trostspender zuwenden. Dass sich CDs dennoch nicht mehr verkaufen, muss eindeutig den allseits gefürchteten Musikpiraten-Terroristenraubmörder-Amok-Kopierern zugeschrieben werden, so die Verlautbarung des Pressesprechers der Traumdeuter von Toshiba-EMI-SONY-Universal-Warner-AOL-BMG-LMAA.

Wenn sich ein Produkt in der Musikindustrie nicht verkauft, kann es unmöglich an der Qualität des Produkts liegen, das wäre nach dem Unfehlbarkeitsdogma der MI gar nicht möglich. Was Musikindustrie produziert ist Mannah in Tonform, alles was die Musikindustrie den Menschen vermacht ist pures Ohrengold, welches die unwürdigen Konsumenten (a.k.a. potentielle pöse Piraten-Terroristenraubmörder-Amok-Kopierer) gefälligst demütig zu kaufen haben.

Ich hätte auch gern ein Businessmodell, bei dem ich Kunden, die meinen Dreck nicht kaufen wollen einfach beschimpfen, einlochen und verfolgen könnte. Das ging bisher immer nur in der Politik.

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Jan 6, 2009 @ 02:53

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Comments

  • January 6, 2009 @ 15:18
    Ich kaufe keine CDs mehr, unabhängig vom Inhalt – was soll ich damit? Musik, usw. speichere ich digital, viel komfortabler – dafür nehme ich den Aufwand zur Datensicherung auf mich … wer mir also Musik, usw. verkaufen möchte, darf mich nicht mit DRM belästigen.
  • January 6, 2009 @ 16:57
    Also ich sehe es leider nicht ein, teuer Geld für MP3s auszugeben, die einfach besonders bei Klassischer Musik grauenhaft klingen. Apples AACs sind insofern noch besser (besonders die, ohne DRM mit der höheren Bitrate) weil sie ihre komprimierten Daten vom digitalen Master erstellen, und nicht einfach von einer CD rippen. Ansonsten rippe ich doch lieber selber, dann kann ich zumindest die Klassische Musik, wo man die komprimierung am meisten wirklich hört, als "Apple uncompressed" rippen und bei maximaler Klangtreue anhören. Insofern hat die CD völlige Daseinsberechtigung. Auch die Tatsache, dass CDs (mit Bildchen drauf) und ein CD-Player intuitiver sind, als ein iPod (vor allem für einen 4-Jährigen, der Playlists natürlich nicht lesen kann!) sollte dem Hardware-Audio-Modell noch ein paar Jährchen schenken.
  • January 12, 2009 @ 19:55
    Ich habe wieder angefangen Lp s zu kaufen ! warum ? ich habe gemerkt, dass ich der musik nicht mehr die aufmerksamkeit entgegen bringe wie früher ! hier schnell während der arbeit am pc ne mp3 angemacht, unterwegs berieselung durch den mp3 player usw usw. klar is es viel einfacher und geordneter seine songs auf dem rechner zu verwalten und sich diese auch dort anzuhören, aber für mich ist es wie eine zeremoni eine platte aufzu legen und mich dann nur auf die musik zu konzentrieren ! gerade in der heutigen zeit hören sich die meisten menschen doch nicht mehr so genau an musik an ( ich bin mitte zwanzig und sehe es ja an meinem freundeskreis ) , da bekommt man von einem freund mal 8 gigabyte musik vorbei gebracht und dann hört sich jeden titel maximal 20 sekunden an! und ist es nicht gerade die musik die gut ist, die man erst 2..3..4 mal hören muss bis man sie wirklich gut findet und dann nach jedem hören wieder was neues entdeckt ? gruß aus trier thomas
  • January 13, 2009 @ 15:06
    Das ist allerdings auch wahr. Auch die Auswahl der Musik bei LPs und CDs (im Gegensatz zu MP3s) ist eine kleine Zeremonie, es gibt auch mehr Reize: visuell, taktil (das Blättern durch die Platten, das Herausnehmen der LP, und schließlich das Auflegen der Platte und der Nadel). Ich empfinde auch das Knistern bei Beginn einer LP fast als eine kleine Ouvertüre, zur Spannungssteigerung.
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