Von den Freuden eines Gartens in Japan

Im Dezember noch einmal von den Früchten des Gartens kosten zu können, ist noch so eine Erfahrung, die für einen Deutschen ganz neu ist. Noch besser aber die Tatsache, dass es sich dabei um Südfrüchte handelt, die man »zu Hause« teuer erstehen müßte.

Natsumikan (wiss.: Citrus Natsudaidai)

Wir haben einen Natsumikan-Baum (genauer einen japanischen Pampelmusenmandarinenbaum). Der Vorbesitzer unseres Hauses muss den wohl gepflanzt haben. Dieser Baum trägt Früchte im November, die dann erst gegen Mai/Juni voll ausreifen (vorher sind sie genießbar, aber unglaublich sauer).

Bei der Frucht handelt es sich um orangengroße Mandarinen, die sehr sauer sind, aber dennoch angenehm im Geschmack. Ich hätte es mir nie träumen lassen, dass ich eines Tages solche prächtigen Südfrüchte im eigenen Garten haben würde. Mehr noch, gerade in einer Zeit, da man nie genug Vitamin C haben kann, ist es natürlich ein willkommenes Präsent, völlig unbehandelte frische Vitaminspender im Garten an den Ästen baumeln zu haben.

Interessant auch, dass Pflanzen wie der Pfennigbaum oder Weichnachtskakteen am besten gedeihen, seit wir sie in den Garten stellten und einfach vergaßen. Die Pflege im Zimmer gefiel ihnen nicht, erst als wir sie beinah draußen verwildern ließen, haben sie sich wunderbar erholt.

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Jan 3, 2008 @ 06:46

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